Wein-Geschichte
Durch Veredelung wilder Weinreben sind seit etwa 5.000 v.Chr. schätzungsweise 8.000 bis 10.000 Rebsorten entstanden.
Von allen bekannten Rebsorten sind etwa 2.500 durch die jeweiligen Gesetze in den unterschiedlichen Ländern für die Weinproduktion
zugelassen. Viele werden heute nur noch selten angebaut, und nur wenige hundert Rebsorten sind von regionaler oder gar überregionaler
Bedeutung. Einige Sorten eignen sich nicht gut für den Weinbau, sondern werden als Tafeltrauben kultiviert. Wieder andere sind besonders
geeignet, um sie zu Rosinen zu trocknen.
Mit absoluter Sicherheit lässt sich nicht genau bestimmen, ab wann portugiesische Trauben in Wein umgewandelt wurden.
Vermutlich brachten die Phönizier, Griechen und Römer die Reben und den Weinbau nach Portugal. Vermutlich breiteten sich Weinreben vom
Nahen Osten und Griechenland mit den Römern in Sizilien, Süditalien, Spanien, Südfrankreich und Portugal aus. Mit dem Ende des römischen
Reiches wurde der Weinbau vernachlässigt. Erst durch die christlichen Klöster im 12. und 13. Jahrhundert wurde Wein wieder vermehrt
angebaut und die Züchtung der Rebsorten sowie die Kelterei erweitert.
Wein zum Essen:
Nicht immer ist es falsch, einen Rotwein zum Fisch zu trinken oder einen hellen
Wein zu dunklem Fleisch zu wählen. Im Weinlexikon finden sie
viele Infos, um den passenden Wein zum jeweiligen Essen zu servieren.
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Portugal gehört zu den derzeit interessantesten Wein-Anbaugebieten der Welt! Mit dem Beitritt zur EG 1986 wurde ein Anstoß zum Wandel gegeben und vielerorts in moderne Kellertechnik investiert. Glücklicherweise behielten die Portugiesen dabei viele Traditionen und schwören nach wie vor auf ihre einheimischen Rebsorten, die den portugiesischen Wein so unverwechselbar machen.
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Jüngere Aufzeichnungen belegen, dass Anfang des 12. Jahrhunderts von Portugal aus Wein nach England verschifft wurde.
Im 12. Jahrhundert gründete der Zisterzienser-Orden in Portugal mehr als 100 Klöster und beeinflusste den Weinbau nachhaltig. König Dinis
förderte die Landwirtschaft und den Weinbau so entscheidend, dass mit den Erträgen eine Handelsflotte aufgebaut werden konnte.
1353 unterzeichneten Portugal und England ein Abkommen, das es portugiesischen Fischern gestattete, vor den englischen Küsten zu fischen
und dadurch den gegenseitigen Handel zwischen den beiden Ländern zu fördern. Der Weinhandel mit England wuchs dermaßen stark,
dass ein britischer Vizekonsul in das Städtchen Viana do Castelo abgesandt wurde, um vor Ort die britischen Interessen zu vertreten.
1703 steigerte sich der Weinhandel weiter im Rahmen des Abkommens von Methuen, das den portugiesischen Weinen Vorzug vor
französischen Weinimporten nach England gewährte. Portugal erließ 1756 das weltweit erste Gesetz zur Begrenzung eines Anbaugebiets
(das Portwein-Gebiet am Douro). Die Zerstörung der Anbaugebiete durch Mehltau und Reblaus warf die Weinproduktion zurück, bis um
1930 mehrere Winzergenossenschaften mit dem Wiederaufbau begannen. Die Nelkenrevolution (1974) und der Beitritt in die Europäische Gemeinschaft (1986) sorgten endgültig für ein Wiederaufleben der portugiesischen Weinbaukultur.
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