Vogelgrippe Infos
Inzwischen sind auch Fachleute, z. B. bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), darauf gekommen, dass sich die Ausbreitung von
A/H5N1 wohl nicht mehr stoppen lasse. Heute befürchtet die Mehrzahl von ihnen, das Vogelgrippe-virus könne sich mit einem
Erreger der bekannten Grippearten von Menschen kreuzen oder durch Mutation auf den Menschen überspringen. Mutation bedeutet, dass
das Virus sein Erbgefüge verändert, sich dadurch immer besser an sein Umfeld anpasst, dieses dann austricksen kann und somit an
"Schlagkraft" gewinnt. Dadurch könnte ein neuer Virustyp entstehen, der eine Pandemie auslösen könnte. Pandemie bedeutet, dass das
Virus eine weit verbreitete Seuche großen, wenn nicht gar weltweiten Ausmaßes verursacht.
Nach dem bisherigen Wissensstand liegt die Bekämpfung des Erregers darin, dass man den gesamten befallenen Tierbestand tötet und
die Kadaver verbrennt. Darüber hinaus werden bei dem noch lebenden Tierbestand Impfstoffe eingesetzt, und es wird ihm Stallarrest verordnet.
Zwischenzeitlich wurde also erkannt, dass A/H5N1 eine Krankheit ist, die sich vom Tier auf den Menschen übertragen kann. Die
Vogelgrippe-Symptome ähneln denen "normaler" Grippearten, was die rasche Erkennung einer A/H5N1-Erkrankung erschwert.
Übergänge des Erregers von Geflügel auf Menschen endeten bisher in den meisten Fällen tödlich. Die hohe Todesrate ist bei neuartigen
Viruserkrankungen nicht ungewöhnlich. Sie ist einerseits darauf zurückzuführen, dass das Virus dem menschlichen Körper noch unbekannt ist
und daher seinen Wirt umbringt, statt ihn zur eigenen Weiterverbreitung zu nutzen. Andererseits hat der Mensch noch keine Abwehrkräfte
gegen das neue Virus. Man kann das in etwa mit der Einschleppung der ordinären Grippe durch Europäer in Afrika¨vergleichen. Da die
europäischen Grippeviren bis dahin in Afrika nicht vorkamen, führte jede Ansteckung bei der afrikanischen Bevölkerung zum Tode.
Als Infektionsschutz gibt es in den meisten Ländern mehr oder weniger abgestimmte Empfehlungen. Von einer vorsorglichen Einnahme von Medikamenten (Vogelgrippe Tamiflu) gegen Grippeviren wird fast überall abgeraten. Impfstoffe gegen A/H5N1 werden in mehreren Ländern fieberhaft erforscht, stehen jedoch noch nicht für Menschen zur Verfügung.
Informationen über die Vogelgrippe findet man u. a. bei folgenden Quellen:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(Türkei Vogelgrippe, Symptome Vogelgrippe)
Robert Koch-Institut (Tamiflu Vogelgrippe)
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