Vogelgrippe Deutschland Infos, Zugvogelroute Portugal
Als Zugvögel bezeichnet man Vogelarten, die je nach Jahreszeit an verschiedenen Orten leben. Jährlich sind weltweit Milliarden
Zugvögel unterwegs. Das Hauptziel der Zugvögel in unseren Breiten ist Afrika.
Bis sie an ihrem Reiseziel ankommen, fliegen Zugvögel bis zu 10.000 km weit, wofür sie viele Wochen brauchen. Sie fliegen dabei nicht in der
geraden Luftlinie, etwa von Skandinavien quer über das Mittelmeer nach Afrika. Vielmehr haben sie stets ihre festen Routen, die über Land
führen, damit sie sich während der Reise ausruhen und Futter suchen können.
Die meisten Vogelforscher sind sich heute einig, dass sich die Zugvögel bei ihren Reisen am Magnetfeld der Erde und an der
Sternenkonstellation orientieren.
Eine der wichtigsten Strecken in unseren Breiten führt den Vogelzug im Herbst von Mitteleuropa über Nordwestspanien nach Portugal
und schließlich nach Afrika, und im Frühjahr auf der gleichen Strecke wieder zurück nach Norden. Die Vogelzüge halten sich dabei einige
Kilometer landeinwärts von der Küste; diese Strecke führt von Nordosten nach Südwesten durch ganz Portugal. Neben den heimischen
Pelikanen kann man daher im Frühjahr und Herbst insbesondere an der äußersten Südwestspitze von Portugal und an der östlichen
Algarve unzählige Vögel bei ihrer Rast beobachten. Fachleute glauben zu wissen, dass sich Vögel vergleichsweise häufig mit speziellen
Grippeviren anstecken. Das heißt, dass sie dem Virus als Wirt dienen, ohne dass die Tiere erkranken.
Die allgemein bekannte Bezeichnung für die neueste Seuche dieser Welt ist die Vogelgrippe. Wissenschaftlich handelt es sich um eine
Viruserkrankung von Vögeln, die nach heutigen Erkenntnissen ein Grippevirus namens A / H5N1 verursacht.
Die Übertragung erfolgt offenbar über Kotpartikel, Blut, Kleidung und Geräte. Eine zeitlang behaupteten Fachleute, dass das Virus
insbesondere unter Enten und Wasservögeln weit verbreitet sei, diese Wirte selbst aber gar nicht an dem Virus erkranken.
Dann fiel in Asien auf, dass das Virus viele Zugvögel getötet hatte.
Nach derzeitigem Kenntnisstand lässt sich allerdings nicht erklären, wie sich beispielsweise Schwäne infizieren konnten, die "zu Hause"
überwintert haben. Folglich kamen Zugvögel etwa im Winter 2005/2006, als sich die Vogelgrippe in Mitteleuropa - wie z. B. auf Rügen oder im
Nordosten von Frankreich - auszubreiten begann, nicht als Überträger in Betracht. Von welchen Wirtstieren das Virus auf Zugvögel und dann auf
Zuchtgeflügel überging, ist nicht erwiesen. Es wird vermutet, dass dieser Erreger bereits Ende der 1990er Jahre in Südostasien bei Enten und
Gänsen verbreitet war. Durch Massenschlachtung glaubte man zunächst, die Seuche sei eingedämmt worden, bis dann ab Ende 2003 in
Südostasien wieder Zuchtgeflügel befallen war. Etwa von diesem Zeitpunkt an machte man vermehrt die Zugvögel dafür verantwortlich,
dass sich die Seuche weiträumig ausbreitete. Ab Sommer 2005 wurde A / H5N1 bei Zuchtgeflügel in ganz Asien, der Türkei (Vogelgrippe Türkei)
und Osteuropa festgestellt. Anfang 2006 wurde der Erreger bereits in mehreren Ländern Westeuropas (Vogelgrippe Deutschland)
nachgewiesen...Vogelgrippe Teil II.
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