Eisenbahn, Bahn in Portugal
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| (c) José Manuel | Das Eisenbahnnetz der staatlichen
Caminhos de Ferro Portuguese in Portugal (CP) erstreckt sich flächendeckend durch das ganze Land. Wer das
einsame und verlassene Landesinnere mit dem Zug bereisen will, muss allerdings viel Zeit einplanen. Die Hauptstrecken in Portugal ziehen sich an der
Atlantikküste entlang und zur Algarve. Wenn die Bahnbeamten nicht gerade streiken, ist eine Bahnfahrt ganz lehrreich und amüsant. Die
Fahrkarten waren bis zum Beitritt von Portugal zur EU relativ günstig; jetzt auch nicht mehr. In die Nebenstrecken wurde in den letzten
Jahrzehnten nicht mehr investiert, und viele wurden mittlerweile stillgelegt.
Internationale Züge verbinden Portugal mit mehreren Städten von Spanien. Daneben gibt es eine Verbindung von Lissabon nach Irún an der
spanisch-französischen Grenze mit direktem TGV-Anschluss nach Paris, was vor allem für Interrailer interessant ist.
Des weiteren verkehren (bedeutend billigere und fast genauso schnelle) Intercidades (IC-Züge), Rápidos (D-Züge), Directos
(bestenfalls Eilzüge, also alles andere als "direkt"), Comboios Regionais (Regionalzüge) und Tranvias (Nahverkehr).
Zusätzlich zu den regulären Züge verkehren Sonderzüge (Comboios Especiais), wie der Comboio Azul von Porto an die Algarve nach Faro
und zurück, der Comboio Academico von Porto nach Castelo Branco und zurück; im Sommer verkehren nächtliche Ferienzüge
(Comboios de Férias) zwischen Porto und der Algarve.
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| (c) José Manuel | Viele portugiesische Bahnhöfe, vor allem in
Kleinstädten und auf dem Land, sind Leckerbissen für Fotografen: Azulejo-Verkleidungen
innen und außen, oft mit dem obligatorischen Blumengärtchen und fahnenschwingendem Bahnvorsteher erinnern an die gute alte Zeit des
Bahnreisens. Auch viele Großstadtbahnhöfe können nostalgisches Ambiente vorweisen, etwa der innen satt mit Kachelmotiven aus der
ruhmreichen Geschichte des Landes komplett verkleidete Hauptbahnhof von Porto. Ein krasses Gegenstück dazu ist etwa der futuristische
Bahnhof auf dem EXPO-Gelände im Osten von Lissabon.
Da die Eisenbahn in vielen ländlichen Gebieten stillgelegt wurde, werden Busfahrten über kurze oder lange Strecken von vielen privaten
Busunternehmern angeboten. Busfahrten sind relativ billig und erreichen Bestimmungsorte, die nicht (mehr) an das Eisenbahnnetz
angeschlossen sind. Das staatliche Busunternehmen Rodoviaria Nacional (RN) bedient vor allem die ländlichen Gebiete. Da die meisten
Touristen lieber an den Stränden von Portugal liegen als auf
Erkundungsfahrten das Zielland kennenzulernen, werden die von der RN und den Privaten
angebotenen, recht preisgünstigen Busreisen von Touristen nur selten genutzt.
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