Verkehr in Portugal
 |
| (c) Sebastiao da Fonseca | Vergleichbar mit den touristisch erschlossenen Urlaubsländern rund um das Mittelmeer (mit Ausnahme der Südküste) weist Portugal eine
flächendeckende Verkehrsinfrastruktur auf. In Zahlen ausgedrückt, verfügt Portugal über ein Schienennetz von 2.814 km, ein Straßennetz von
69.000 km, und die Motorisierung wird von der Regierung mit ca. 400 Kraftfahrzeugen pro tausend Einwohner (2005) angegeben.
Mietwagen Portugal
Wie könnte es anders sein: auch in Portugal gehört das Auto zum beliebtesten und vorrangigen Verkehrsmittel. Wer aus Kostengründen
lieber mit einem Billigflug Portugal anfliegen und sich dann einen Leihwagen nehmen will, genießt ziemlich viel Freiheit und Flexibilität.
Die Benzinpreise sind vergleichbar mit denen in Frankreich oder Italien.
In den Großstädten und sogar in historischen Stätten und Küstenstädtchen kann der Tourist mit seinem Mietauto fast jede Stelle anfahren,
meist bis vor den Eingang - und das oft ohne Parkgebühren! Der Preis, den sowohl die Einheimischen als auch die Besucher in kauf nehmen
müssen, ist ätzender Gestank und Lärm durch den Autoverkehr, der einem in einer historischen Altstadt schon mal am Absatz entlang fährt.
Alternativ kann man sich auch ein Motorrad in Portugal leihen.
 |
| (c) António Sacchetti | Einen Mietwagen in Portugal nimmt man sich am besten am
Flughafen, obwohl die Mietautogebühren weltweit auf internationalen Flughäfen teurer als in einem Stadtgebiet sind. Dafür muss man sich nach der Landung samt Gepäck, Kind, Hund und Kegel - meist der Landessprache unkundig -
nicht erst durchkämpfen, bis man die angeflogene Stadt erreicht und dort eine passende Autovermietung findet.
Mit dem Mietwagen kann man alle Teile des Landes bequem über die Autobahnen und Hauptverkehrsadern erreichen. Das Land ist relativ klein und hat viele Sehenswürdigkeiten und Tourismuszentren an der Algarve aufzuweisen, so dass man sich eine Individualreise durch Portugal in angenehme
und interessante Tagesetappen einteilen kann, bei denen auch noch Zeit bleibt für ein gemütliches Essen in einem
Landgasthaus oder zum
Baden an einer abgelegenen Bucht an den Strandgebieten.
Das Straßennetz in Portugal wurde in den letzten Jahren nicht zuletzt mit Geldern aus den diversen Förderungsfonds der EU gut ausgebaut. Wer
Anfang der achtziger Jahre einmal von Porto nach Faro über die Landstraßen tuckerte, wird heute seinen Augen nicht mehr trauen. Die Asphaltierung der Landschaft ist in großen Schritten vorangegangen.
Die Autobahnen (Autoestradas) sind gebührenpflichtig. Wer es nicht ganz so eilig hat, kann sich auf den gebührenfreien Hauptstraßen
(Itinerários Principais) fortbewegen. In abgelegenen, ländlichen Gebieten kann man heute noch auf Kopfsteinpflaster stoßen. Um seine Nerven zu schonen, sollte man nicht gerade in dem Chaos zur Hauptverkehrszeit bzw. zum Berufsverkehr durch eine Großstadt von Portugal fahren. In der EU veröffentlichte Unfall-statistiken belegen, dass das Gros der Portugiesen nicht unbedingt hervorragende Autofahrer sind. Gegen die notorische Huperei der Portugiesen hilft Oropax als Kosmetik. Für Stadtbesichtigungen der
Sehenswürdigkeiten von Lissabon empfehlen
sich die relativ billigen Taxis oder organisierte Busfahrten der Reiseanbieter in Portugal.
|