Timor-Leste, Osttimor Teil II:
Nachdem sich der Griff der Portugiesen gelockert hatte, putschte im August 1975 eine Gruppe gegen die linksgerichtete Fretilin, um die Macht in Osttimor an sich zu reißen.
Dennoch errichtete die Fretilin am 28. November 1975 Osttimor als demokratische Republik (RDTL). Anerkannt wurde die neue Regierung aber nur von ein paar Ländern,
darunter vor allem die ehemaligen portugiesischen Kolonien. Dieses Staatsgebilde war dann auch kurzlebig - im Dezember 1975 marschierten indonesische Truppen in das Land ein.
Die indonesische Besatzungsmacht gelangte in Osttimor und international immer mehr unter Druck, bis sich die Lage im Oktober 1996 zuspitzte, als den aus
Osttimor stammenden Bischöfen Bishop Ximenes Belo und José Ramos Horta der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Indonesien musste schließlich im Mai 1999 unter
internationalem Druck Osttimor aufgeben.
Im August 2001 wurden in Osttimor die ersten freien Wahlen abgehalten. Die demokratische Republik Osttimor (Timor-Leste) wurde schließlich am 24. März 2002 ausgerufen.
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