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Die Geschichte von Madeira

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Vermutlich wurde Madeira bereits im 6. Jahrhundert v.Chr. von den Phöniziern entdeckt. Eine Medici-Karte von 1351 zeigt drei der afrikanischen Küste vorgelagerte Inseln mit den Namen Porto Séo, Deserta und Isola de Lolegname. Erst im Mittelalter wurden die bis dahin unbewohnten Inseln wiederentdeckt und ab 1420 von den Portugiesen besiedelt, das kostbare Lorbeerbaumholz vor allem für den Schiffbau verwendet. Zum europäischen "Wiederentdecker" stieg 1418 der portugiesische Seefahrer Joao Gonçalves Zarco auf.

Recht schnell wurde von den portugiesischen Siedlern auf den Inseln der Getreideanbau und die Viehzucht eingeführt. Das dafür notwendige Land wurde durch Brandrodung gewonnen. Auch der Anbau des aus Sizilien eingeführten Zuckerrohrs spielte eine immer wichtigere Rolle. Bereits 1452 wurde die erste Wassermühle zur Zuckerrohrverarbeitung errichtet, nahezu zur selben Zeit wurden die ersten Bewässerungskanäle (Levadas) angelegt. Schon Mitte des 15. Jahrhunderts belieferte Portugal den europäischen Zuckermarkt. Im 16. Jahrhundert wurde Madeira darüber hinaus ein Exporteur von Weinen. Die Reben stammten ursprünglich wahrscheinlich aus Zypern, Kreta und Sizilien. Die aus den USA eingeschleppte Reblaus verursacht den Niedergang des Weinanbaus.

Für die Segler in die Neue Welt, nach Amerika oder Indien, war Madeira eine wichtige Station und Umschlagplatz für aus Westafrika kommende Sklavenhändler.