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Kap Verde

Kap Verde (Grünes Vorgebirge) ist eine Inselgruppe vor der Westküste von Afrika, vulkanisch (2850 m hoch), 4.033 qkm, 419.000 Einwohner. Wirtschaft: Zucker, Südfrüchte, Viehzucht. Die Hauptstadt ist Praia.

Die unbewohnte Inselgruppe wurde im 15. Jahrhundert von den Portugiesen entdeckt und besiedelt. Später wurde Kap Verde zur Drehscheibe für den Sklavenhandel von Afrika nach Nord- und Mittelamerika. Durch den Walfang im Atlantik und die später einsetzenden transatlantischen Schiffsüberfahrten erlangte es Bedeutung als Zwischenstation, wo die Schiffe mit Kohle und Proviant versorgt wurden.

Nach seiner Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 bestand ein gewisses Interesse, sich mit Guinea-Bissau zu vereinen. Es wurde ein Einparteiensystem etabliert, das bis zu den ersten Mehrparteienwahlen 1990 andauerte.

Heute gilt Kap Verde als eines der stabilsten demokratischen Länder Afrikas. Das Land wird von häufigen Dürreperioden heimgesucht, und die Auswanderungsrate ist immer noch hoch. Heute leben mehr Kapverdianer im Ausland als auf den Heimatinseln. Der Großteil der Bevölkerung ist afrikanischen und portugiesischen Ursprungs.

Die Wirtschaft des Landes leidet unter der Knappheit an natürlichen Rohstoffen, insbesondere an Wasserknappheit. Die Wirtschaft ist dienstleistungsorientiert; Handel, Transport, Tourismus und der öffentliche Dienst haben einen Anteil von 72 % am Bruttosozialprodukt. Fast 70 % der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. Landwirtschaft hatte im Jahr 2004 aber nur einen Anteil von 12 % am Bruttosozialprodukt. Über 80 % des Lebensmittelbedarfs muss eingeführt werden. Das Fischereigebiet, das vor allem reich an Hummer und Thunfisch ist, wird nicht voll ausgeschöpft. (Zum Vergleich: Japan schöpft eher einmal außerhalb seiner eigenen auch die Fischereihoheitsgebiete anderer Nationen aus.)

Alljährlich ergibt sich für Kap Verde ein hohes Handelsbilanzdefizit, das vorwiegend mit Entwicklungshilfe gedeckt wird. Nicht unerheblich wirken sich auch die Geldeinfuhren der im Ausland lebenden Kapverdianer zugunsten des Defizits aus. Seit einigen Jahren stehen Wirtschaftsreformen auf dem Plan, um ausländische Investitionen ins Land zu ziehen. In den letzten Jahren hat sich Kap Verde vermehrt dem Tourismus geöffnet. Die großen Veranstalter in Nord- und Mitteleuropa haben das Land als Reiseziel im Angebot.

Landeswährung: Cape Verdean Escudo (CVE)