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Ceuta

Ceuta ist eine Hafenstadt an der Nordspitze Marokkos nahe der Straße von Gibraltar. Mit einer Fläche von 18,5 qkm und ca. 77.000 Einwohnern gehört die Halbinsel Ceuta politisch zu Spanien, geografisch aber zu Afrika. Sie liegt 21 km von der spanischen Küste entfernt. Die höchste Erhebung ist etwa 340 m.

Die Geschichte der Stadt beginnt mit den Phöniziern. Es ist aber nicht belegt, ob an der Stelle des heutigen Ceuta dauerhafte Siedlungen existierten. Die Griechen nannten den Ort "Hepta Adelphoi".

319 v.Chr. übernahmen die Karthager die Stadt, nach dem zweiten Punischen Krieg wurde Ceuta als "Septem Frates" (Sieben Brüder) römisch und die Einwohner erhielten das römische Bürgerrecht. Ceutas strategische und wirtschaftliche Bedeutung wuchs; sie wurde neben dem konkurrierenden Tanger zur bedeutendsten Stadt der römischen Provinz Mauritania Tingitana. 429 eroberten die Vandalen die Stadt, 534 fiel sie an das Byzantinische Reich, um dann 616 von den Westgoten erobert zu werden. Im Jahr 709 nahmen schließlich die Araber die Stadt ein. Kurze Zeit später zogen sie auf die spanische Halbinsel und hielten sie über Jahrhunderte besetzt.

1415 wurde die Stadt von König Johann I von Portugal erobert. 1668 wurde Ceuta als Ergebnis des Restaurationskrieges im Frieden von Lissabon von Portugal an Spanien abgetreten. Nach der Unabhängigkeit Marokkos (1956) wurde Ceuta ein souveräner Ort (Plaza de soberanía), der direkt der spanischen Regierung unterstellt war. Ceuta ist seit 1995 eine autonome Stadt, gleichberechtigt mit den autonomen Regionen Spaniens. In jüngster Zeit ist Ceuta dadurch etwas unrühmlich geworden, dass sie von vielen Afrikanern als Sprungbrett zur illegalen Einwanderung in die EU genutzt wird.