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Azoren Wirtschaft

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Landschaft der Insel Terceira - Azoren
(c) Amt für Tourismus - Azoren
Wirtschaftlich gesehen ist die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig der Azoren. Überall sieht man Kühe auf der Weide. Viehwirtschaft und Milchwirtschaft haben auf jeder der neun Inseln ihren Stellenwert bis heute behaupten können. Dabei werden Butter und Käse auch exportiert. Gerade die Milchprodukte sind beliebt und bekannt: Käse von Sao Jorge oder Flores gelten als edle Delikatessen.

Der Großteil des Viehs sind friesische und holsteinische Kühe für die Milcherzeugung, und mancher Bauer behauptet, dass es auf den Azoren eine eigene Zucht gebe. Vor fünfzehn Jahren gab es auf den Azoren etwa 10.000 Milchbauern mit einer durchschnittlichen Herde von sieben Kühen. Das hat sich gewandelt, jedoch gibt es immer noch viele Kleinbauern. Der Produktionsüberschuss wird in das Mutterland Portugal und in die USA exportiert. Die Rindfleischerzeugung steigt stetig, sowohl für den Inlandsverbrauch als auch für den Export. Die Fischerei, insbesondere Thunfisch, spielt in der Wirtschaft der Azoren ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Inseln verfügen über mehrere Fischereiflotten und Konservenfabriken.

Die Landwirte der Azoren sind als Lieferanten ausgezeichneten Rindfleisches bekannt. Fleischprodukte werden vor allem nach Portugal und auf die Insel Madeira exportiert. Das Fleisch ist von hervorragender Qualität. Etwa ein Viertel der in ganz Portugal konsummierten Milch und Milchprodukte stammt von den Azoren. Über 20.000 Rinder werden pro Jahr geschlachtet. Mehr als doppelt soviele werden jedes Jahr exportiert.

Hafen der Insel Terceira - Azoren
(c) Amt für Tourismus - Azoren
Überraschend ist der verhältnismäßig geringe Stellenwert der Fischerei. Thunfisch zählt mengenmässig zu den am meisten befischten Arten. Weitere Fischarten des artenreichen Atlantikgebietes dienen hauptsächlich zur eigenen Versorgung oder Belieferung der lokalen Restaurants. Der Walfang ist - offiziell jedenfalls - in vielen Gebieten der Erde, so auch in Portugal und den dazugehörenden Azoren, durch internationales Artenschutzgesetz stark eingeschränkt.

Mit Subventionen der Europäischen Union wurden in den vergangenen Jahren mehrere Projekte auf den Azoren finanziert. Ein Großteil der industriellen Produktion wird auf Sao Miguel umgesetzt. Viele Verarbeitungsbetriebe findet man im Bezirk von Ponta Delgada. Hier werden Tabak und Zucker verarbeitet, Tee angebaut und Bier gebraut.

Auf Sao Miguel gibt es auch zahlreiche Ananasplantagen. Diese Früchte hervorragender Qualität gibt es seit 1864. Sie werden in Treibhäusern angebaut. Große Flächen werden auch mit Tabak bepflanzt, vor allem auf der feuchten Nordseite der Insel.