Azoren - Kunst und Architektur
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| (c) Joao Paulo | Die Bevölkerung der Azoren ist bis heute ihren Traditionen und jahrhundertelang überlieferten Bräuchen treu geblieben, was sich auch im einheimischen Kunsthandwerk niederschlägt. Die Architektur ist größtenteils von den Einflüssen der ersten Einwanderer, die von der Algarve kamen, geprägt.
Kunsthistorisch haben die neun Inseln viel zu bieten. Sehenswert ist vor allem Terceiras Inselhauptstadt Angra do Heroismo. Sie wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Zwar wurde ein Großteil der Gebäude bei einem Erdbeben zerstört, inzwischen hat man die Innenstadt aber wieder aufgebaut. So verwundert es nicht, dass links und rechts der engen Gassen farbenfrohe Gebäude im Renaissance-Stil mit schwarzen Fensterrahmen und alten Steinbalkonen aufwarten. Geradezu typisch ist auch der wohlgeplante, geometrische Grundriss der Altstadt. Sie gilt als Vorzeigeobjekt für historische Städteplanung. Inzwischen hat die UNESCO Angra's Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt. In Horta findet man sehenswerte Kirchen und Kathedralen.
Museen für Kunst und Völkerkunde vermitteln das nötige Hintergrundwissen. Sie gibt es auf den größeren Inseln.
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| (c) Julio Marques | Das traditionelle Kunsthandwerk hat auf jeder Insel eigene Formen entwickelt. Besonders schön sind auf Sao Miguel Blumen aus Fischschuppen oder Stoff, aus Maisblättern gefertigte Teppiche und Korbwaren. Auf Faial gibt es bekratzte und bemalte Walzähne und Miniatur-Walfangboote. Santa Maria ist für seine Töpferwaren bekannt. Auf Graciosa pflegt man feine Keramikkunst. Sao Jorge ist berühmt für seine Handstickereien, handgewobene Decken, Teppich und Bettüberwürfe. Auf Terceira findet man Handstickereien auf weißem oder rotem Leinen. Auf allen Inseln werden ferner Kunstwerke aus Feigen- oder Hortensienmark angeboten.
Diese Handarbeiten sind fester Bestandteil des täglichen Lebens. Viele Frauen der Inseln fertigen Heimarbeiten für den Textilhandel. Die meisten Artikel werden für Touristen auf den Inseln angeboten, aber auch exportiert.
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