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Geschichte der Azoren

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Landschaft der Insel Sao Miguel - Azoren
(c) Sebastiao da Fonseca
Die Inseln waren bis zum 15. Jahrhundert unberührt, es gab keine Ureinwohner und keine Menschenseele hatte sich bis dahin dort niedergelassen. Die unbewohnten Inseln schienen keinen zu interessieren. Man vermutete, dass es keine Bodenschätze gab, und das Wetter war launisch. Ihre Existenz muss aber bekannt gewesen sein, denn auf einer Medici-Karte von 1351 waren die sieben Inseln der mittleren und östlichen Gruppen im Atlantik eingezeichnet.

Weniger als ein Jahrhundert später begann das portugiesische Zeitalter der Entdeckungen. Die Portugiesen machten ihre ersten verzeichneten Landgänge auf Madeira (etwa 1419), den Azoren (etwa 1427), Kap Verde (1456-1460), St. Helena und Ascension (1501-1502) und Tristan da Cunha (etwa 1506). 1488 umschiffte Bartolomeu Dias das Kap der Guten Hoffnung und öffnete damit den Zugang zum Indischen Ozean. 1500 landete Pedro Álvares Cabral in Brasilien. Es folgten zahlreiche Inlandexpeditionen in Afrika und anderswo. Wer und wann genau die Azoren für die Portugiesen entdeckt wurden, ist nicht mit absoluter Sicherheit bekannt. Es gibt zahlreiche Geschichten, die sich teilweise widersprechen. Eine dieser Entdeckergeschichten ist zumindest amüsant, wenn ihr Wahrheitsgehalt auch nicht nachweisbar ist:

Prinz Heinrich der Seefahrer soll einen gewissen Gonçalo Velho Cabral angeheuert haben, nach Westen zu segeln und die Inseln zu finden, von deren Existenz er überzeugt war. Cabral fand nur die Formigas-Felsen ("Ameisen"), kehrte nach Hause zurück und wurde in der berühmten geografischen Schule Sagres, die viele Forscher und Entdecker hervorbrachte, abgekanzelt. Im Jahr darauf (1432) wurde er wieder entsandt. Diesmal segelte er 15 Meilen an den Ameisen-Felsen vorbei, und siehe da, eine viel größere Insel kam in Sicht. Da es der 15. August - der Himmelfahrtstag - war, nannte er die Insel "Santa Maria" (wo er später Gouverneur wurde). Er kehrte später zurück, um Vieh auszusetzen. Sollte es überleben, würde man die Inseln besiedeln, war der Plan. Das Vieh hatte überlebt und sich reichlich vermehrt. Santa Maria wurde ab 1439 besiedelt. Die ersten Siedler kamen aus der Algarve und Madeira.

Sao Miguel wurde angeblich entdeckt, als ein entkommener Sklave auf Santa Maria einen Hügel hochkletterte und in weiter Ferne eine viel größere Insel sah. Am 8. Mai 1444 gingen die ersten Siedler in Povoacao an Land. Durch Zufall sichteten unbekannte Seefahrer eine dritte Insel, die sie sinnigerweise Terceira ("die Dritte") nannten.

Die beliebteste Sage verleiht Diogo de Silves die Ehre, 1427 die erste Insel - Santa Maria - entdeckt zu haben. 1439 befahl Alfonso V Heinrich dem Seefahrer, die sieben Inseln zu besiedeln. Sie müssen also vor diesem Jahr entdeckt worden sein. Historisch belegt ist, dass Flores und Corvo 1452 als letzte Inseln dazukamen. 1493 soll Columbus auf seiner ersten Rückfahrt von Amerika auf Santa Maria angelegt haben. Laut Überlieferung soll man ihn für einen Seeräuber gehalten und verhaftet haben.

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