Die Metro von Lissabon
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| (c) José Manuel | Die Carris/Metro-Tickets gelten für eine bestimmte Anzahl von Fahrten, in Coroa L (Urbano) oder im gesamten Netz (Rede). Die Tickets
können am Automaten in einer der Stationen mit dem gewünschten Betrag "aufgeladen" werden. Am leichtesten findet man sich zurecht, wenn
man sich an die farblich gekennzeichneten Hauptlinien des Lissaboner U-Bahnsystems hält:
- Blau (Linha Azul) Amadora Este - Baixa-Chiado
- Gelb (Linha Amarela) Odivelas - Rato
- Grün (Linha Verde) Cais do Sodré - Telheiras
- Rot (Linha Vermelha) Rot Alameda - Oriente
Ausführliche Informationen und Fahrpläne findet man auf der Website der Lissaboner Metro unter
metrolisboa.pt (in Portugiesisch und Englisch).
Besonderheit
Wer erstmals mit der Metro durch Lissabon saust, wird nach dem Auf und Ab an den Stationen auf eine unvermutete, angenehme
Überraschung stoßen: Seit der Einführung der Lissaboner Metro im Jahr 1959 sind die meisten Stationen mit Kunstwerken ausgestattet.
Dies geht auf die Initiative des ersten Geschäftsführers der Metro, Francisco de Mello e Castro, zurück.
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| (c) José Manuel | Die Kunstwerke der meisten Stationen stammen von dem Architekten Keil do Amaral und der Künstlerin Maria Keil. Übrigens war Keil do
Amaral später auch der federführende Architekt des Lissaboner Flughafens Portela. Bis zu ihrem letzten Werk im Jahr 1982 entwarf
Maria Keil 25 Jahre lang die künstlerischen Wandverkleidungen für die Lissaboner U-Bahn. Ihre Arbeiten für die Lissaboner U-Bahn sind von
besonderer Bedeutung, weil sie die Azulejos, die glasierte bemalte Fliesenkunst, die ab dem 19. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts stark vernachlässig wurde, wieder aufleben zu lassen.
Ab 1988 mit der Erweiterung der U-Bahn um die Linien Sete Rios - Colégio Militar and Entrecampos - Cidade Universitária wurde diese
Tradition fortgesetzt mit Werken der Künstler Rolando Sá Nogueira, Júlio Pomar, Manuel Cargaleiro und Maria Helena Vieira da Silva.
Dem Namen der Station Laranjeiras (Orangenbäume) entsprechend, legte der Künstler Rolando Sá Nogueira sein Kunstwerk ganz nach
dem Thema Orangenbäume aus. Die Station Alto do Moinhos ehrt dementgegen die vier großen Dichter Portugals (Almada, Bocage,
Camoes und Pessoa). Am Colégio Militar kann man wunderschöne Azulejo-Kunst betrachten, und die Station Cidade Universitária ziert ein
Kunstwerk, in dem das gesamte künstlerische Konzept der Lissaboner U-Bahn zum Ausdruck kommt.
Sehenswerte kunstvolle Gebilde findet man in der U-Bahnstation Zoo (Jardim Zoológico) mit tropischer Fauna und Flora als den zentralen
Motiven. In der Station Picoas kann man Martins Correias Kacheln- und Skulpturarbeiten bewundern; das Grundthema sind die Stadt
Lissabon und ihre Einwohner. Die Stadt Lissabon ist in 53 Gemeinden (freguesias) gegliedert.
In der Station Saldanha haben die Künstler Jorge Vieira und Luís Filipe das Thema "die universellen Charakteristiken des Menschen"
verarbeitet. Francisco Simoes schuf zwei Skulpturgruppen zu Ehren der Frauen Lissabons für die Station Campo Pequeno.
Besonders interessant sind die Wände der 1993 eröffneten Station Campo Grande. Sie wurden von Eduardo Nery mit einer Interpretation
der typischen Fliesenmotive aus dem 18. Jahrhundert bedeckt.
Die 1998 anlässlich der Expo '98, also 500 Jahre nach der Schiffsexpedition Vasco da Gamas nach Indien, neu gebaute Linie
"Oriente" (Rot) wurde künstlerlisch mit besonderen Augenmerk auf die Weltausstellung in Lissabon ausgestaltet. Alle Stationen auf dieser
Linie weisen restaurierte Keramikarbeiten von Maria Keil sowie Steinmalereien und Skulpturen verschiedener Künstler auf.
In vielen Läden Lissabons und auch im Terminal des Lissaboner Flughafens sind außer dem allgegenwärtigen
Wein und
Portwein auch
Reproduktionen der Kunstwerke aus den Lissaboner U-Bahnstationen erhältlich. zurück
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