Landesnatur von Portugal
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| (c) Jose Manuel | Der üppige bergige Norden unterscheidet sich stark von den trockenen Tieflandgebieten des Südens. Portugals nordöstliche Hochebene
bildet die Fortsetzung der spanischen Meseta und ist mit Bergen, Flusstälern und tiefen Schluchten durchzogen. Westwärts fällt das Land zum
Küstengebirge am Atlantik ab. Die landeinwärts gelegenen Hochebenen erstrecken sich nach Süden bis über den Douro und fallen dann in
Richtung Westen zu einer breiten Küstenebene ab. An der Südostgrenze der Hochebene bildet das kastilische Scheidegebirge eine natürliche
Grenze zwischen Nord- und Südportugal, das zur Küste hin abflacht. Südlich davon fließt der Tejo, der in Spanien unter dem Namen Tajo
entspringt, von Osten nach Westen nahe der Hauptstadt Lissabon in den Atlantik. Südlich des Tejos verlaufen Hügelländer und Ebenen.
Die Tieflandgebiete an der Küste dehnen sich landeinwärts aus und gehen in die Hügelländer des Alentejo im Osten über, entschwinden nach
Süden und bilden die sanften Hügel des Baixo Alentejo. Tief im Süden liegen die Berge und Hänge der Algarve und ziehen sich von der
spanischen Grenze bis nach Cabo de Sao Vicente an die Südwestspitze.
Im Norden von Portugal herrscht ein relativ kühles, feuchtes Klima. Die Region Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten
Gegenden des Landes, wobei Großstädte nur an der Atlantikküste zu finden sind, während im Landesinneren viele Kleinstädte und Dörfer liegen.
Der Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Vegetation als der grüne Garten von Portugal bezeichnet. Auf den Hängen
der zahlreichen Flusstäler werden vor allem Weinreben angebaut, aus denen der berühmte Portwein und der Vinho Verde erzeugt werden.
Daneben gedeihen viele Gemüsesorten.
Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen), die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals. Dort ist es gebirgig und deshalb
sehr kalt im Winter und heiß im Sommer. Die Vegetation ist weit weniger üppig als im Minho und fällt umso spärlicher aus, je mehr man sich der
Grenze zu Spanien nähert. Die Gebirgsmassive der Gegend, wie z. B. Marao oder Peneda-Geres, werden von mehreren Flüssen durchschnitten.
Im Norden von Portugal liegt der Nationalpark Peneda-Geres, das größte Schutzgebiet des Landes. Dort existieren noch Restbestände naturbelassener
Wälder, in denen sich insbesondere die immergrüne Steineiche findet. Bedeutende Städte des Nordens sind
Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Braga, Vila Real und Bragança.
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| (c) António Sacchetti | Die Landesmitte ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein Gebirge mit Skigebiet. Die wichtigsten
Landschaften sind die Beira, der Ribatejo, die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr fruchtbar,
das Klima ist für den Weinanbau optimal. Die Tradition des Weinbaus reicht hier bis zu den Römern zurück. Daneben werden Getreide, Reis,
Sonnenblumen und Gemüse angebaut. Die Region wird durch den Tejo zweigeteilt. Überschwemmungen, die früher den Ribatejo regelmäßig
heimsuchten, kommen seit dem Bau zahlreicher Staudämme nicht mehr vor.
Die wichtigsten Städte Mittelportugals sind Lissabon, Aveiro,
Amadora, Almada, Seixal, Cascais, Coimbra, Viseu, Guarda, Leiria, Castelo Branco, Covilha, Setúbal und Santarém...weiter
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