Geschichte
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| (c) António Sacchetti | Ab etwa 700 v.Chr. sollen keltische Stämme über die Pyrenäen nach Südportugal vorgedrungen und sich mit den ansässigen Iberern
vermischt haben. Faro wurde vermutlich von den Phöniziern gegründet, die an der Stelle der heutigen Stadt eine Handelsniederlassung
errichtet hatten. Etwa ab dem 5. Jahrhundert beherrschten die Griechen die Gegend. Nach dem Sieg der Römer über die Griechen ging das
Gebiet etwa 202 v.Chr. an das Römische Reich.
Wie überall in ihrem Einflussbereich bauten die Römer Wasserleitungen, Straßen und Brücken. Faro hieß damals "Ossanoba" und
entwickelte sich zu einer wichtigen Hafen- und Verwaltungsstadt, nördlich von Faro entstand mit Milreu eine Art Sommerresidenz für die reichen
römischen Bürger der Stadt.
Nach dem Zerfall des Römischen Reichs fielen Sueben und Westgoten aus dem Norden bis zur Südküste der
Algarve ein. Sie eroberten
Faro um 418, das dann Bischofssitz wurde.
714 wurde Faro von den Arabern eingenommen, die über 500 Jahre dort herrschen sollten. Im 9. Jahrhundert war Faro kurzzeitig die Hauptstadt eines
unabhängigen Fürstentums, die Stadt erhielt eine Mauerbefestigung. Die arabische Herrschaft brachte einen neuerlichen Aufschwung für
Faro als wichtiger Hafen für den Tauschhandel mit Nordafrika.
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| (c) Rui Morais de Sousa | Um 1249 befreite der portugiesische König Afonso III. die Stadt von den Arabern. 1250 wurde Faro dem portugiesischen Königreich
angegliedert. In den Folgejahren gewann Faro weitere Bedeutung mit Salzgewinnung, Salzhandel und Handel mit landwirtschaftlichen
Erzeugnissen aus dem Hinterland der Algarve.
1540 erhielt Faro das Stadtrecht, 1577 wurde es Bischofssitz der Algarve. Ab 1640 entbrannten Kriege zwischen Portugal und Spanien,
Faro erhielt eine neue Stadtmauer und wurde dann durch das Erbeben von 1755 fast völlig zerstört. 1756 wurde Faro die Hauptstadt der Algarve.
1808 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt.
Nach dem Niedergang der Fischindustrie in den 1930er Jahren wanderten viele Einwohner aus, vor allem nach Nordamerika.
Eine weitere große Auswanderungswelle erfuhr Faro in den 1950er und 1960er Jahren, insbesondere nach Frankreich und Deutschland.
Ab den 1980er Jahren konnte Faro eine Rückwanderung verzeichnen und der Tourismus entwickelte sich zum heute wichtigsten Wirtschaftsfaktor von Faro.
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