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Karmeliterorden

Mosteiro dos Jeronimos - Das Hieronimus-Kloster von Lissabon
(c) Antonio Sacchetti
Die Karmeliter kamen aus Judäa, wo sie die Heiligen Stätten verteidigten. Die erste Ausdehnung nach Europa erfolgte in den Jahren 1226 bis 1229. In Portugal wurde ihnen der durch die Johanniter 1251 errichtete Konvent in Moura überlassen. 1421 zählte dieser Konvent 42 Ordensmitglieder. Von dort aus breiteten sich die Karmeliter über ganz Portugal und nach Brasilien aus.

1347 wurde das Karmeliterkloster in Lissabon errichtet. 1423 fand das erste Provinzkapitel auf portugiesischem Boden statt. 1450 wurde mit dem Bau des Konvents Colares begonnen, der erst von Frei Baltasar Limpo 1528 fertiggestellt wurde. Ab 1495 kam es zur Gründung weiterer Konvente in Beja, Évora und Coimbra. Erst ab 1651 breiteten sich die Karmeliter auf die portugiesischen Inseln aus und errichteten ihr erstes Kloster auf der Azoreninsel Faial und 1663 in Funchal auf Madeira.

Dieser grossen Blütezeit folgten mehrere Rückschläge. Mit dem Erdbeben von 1755 wurde der Niedergang der Karmeliter eingeleitet. Es folgten Angriffe auf den religiösen Eifer des Ordens. Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt 1834 mit der Aufhebung aller religiösen Orden in Portugal. Der Karmeliterorden wanderte daraufhin nach Brasilien aus.

Die Wiedererrichtung des Karmeliterordens in Portugal setzte 1930 ein. 1957 wurde ein Haus in Fátima zur Aufnahme von Pilgern eröffnet. 1963 kehrten die Karmeliter als Krankenhausgeistliche nach Moura, dem ursprünglichen Ort ihres Bestehens in Portugal, zurück. Heute können viele von den Karmelitern errichtete Bauwerke, insbesondere Klöster, von Touristen besichtigt werden.

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Portugal ist seit 1986 Mitglied der EU und hatte den Rats-
vorsitz im ersten Halbjahr 2000 inne. In dieser Zeit verfolgte Portugal vor allem das Ziel, den Dialog mit Afrika zu intensivieren.