Bevölkerung in Portugal Teil II
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| (c) Carlos Gil | Die dichteste Besiedelung weist der Küstenstreifen von der spanischen Grenze im Norden bis zur Gegend südlich des Großraums
Lissabon.
Während in diesem Streifen 70 % der Bevölkerung leben, sind das Hinterland und der Süden von Portugal dünn besiedelt. Mehr als 10 % der
Bevölkerung entfallen auf zwei Städte (Lissabon und Porto), während mehr als die Hälfte in Orten unter 2.000 Einwohnern lebt.
Der Trend geht jedoch auch in Portugal in Richtung Verstädterung. Innerhalb Portugals gibt es starke Migrationsbewegungen, wobei die
Wanderungen aus den Regionen des Hinterlandes in Richtung der Industriegebiete (Lissabon, Porto) und Tourismuszentren
(Algarve, Madeira und
Azoren) gehen.
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| (c) José Manuel | Die Familienstruktur ist in Portugal eher traditionsgebunden, was sich aber mit der zunehmenden Landflucht rapid ändert. Vor ihrer Hochzeit
sind viele Paare eine lange Zeit verlobt, weil sie erst für ein gemeinsames Dach über dem Kopf sparen müssen. Ist dieses Ziel einmal
erreicht, läuft die Trauung meistens nach römisch-katholischer Gepflogenheit ab. Nur wenige junge Leute leben bereits vor der Heirat
zusammen. Die portugiesischen Kernfamilien, die im Durchschnitt zwei Kinder haben, pflegen enge Beziehungen zu ihren Verwandten,
selbst wenn diese beispielsweise im Ausland arbeiten. Das Leben in den städtischen Ballungsräumen ist von den Errungenschaften moderner
Zeit geprägt, aber in den ländlichen Teilen des Landes herrscht oft noch ein traditioneller Lebensstil vor. In den Städten sind über 45 % der
Frauen berufstätig.
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